Weitere Texte des Alten Testaments
Im Alten Testament gibt es sehr viele Texte. Wir haben hier einige sehr wichtige Texte zusammengestellt.
Noomi und Rut
Noomi ist eine Frau.
Noomi hat einen Mann und zwei Söhne.
Noomi lebt mit ihrer Familie in der Stadt Betlehem.
Betlehem heißt übersetzt: Brot·haus
Das bedeutet: Hier gibt es immer genug Brot für alle.
Aber irgendwann kommt eine Hungers·not.
Das bedeutet: Es gibt nicht mehr genug Brot für alle.
Noomi und ihre Familie haben nicht genug zu essen.
Noomi und ihre Familie überlegen:
Was sollen wir tun?
Noomi und ihre Familie hören:
Es gibt ein anderes Land.
Das Land heißt Moab.
Das Land Moab ist weit weg.
Im Land Moab gibt es genug Brot für alle.
Im Land Moab geht es den Menschen besser.
Die Menschen haben keinen Hunger.
Noomi und ihre Familie packen ihre Sachen.
Noomi und ihre Familie gehen in das Land Moab.
Damit sie wieder genug zu Essen haben.
Moab ist ein fremdes Land.
Noomi und ihre Familie fühlen sich wohl.
Die Söhne von Noomi lernen Frauen kennen.
Die Frauen heißen Orpa und Rut.
Die Söhne heiraten Orpa und Rut.
Orpa und Rut kommen aus Moab.
Allen geht es gut.
Doch dann passiert etwas Schlimmes.
Der Mann von Noomi stirbt.
Noomi ist traurig.
Aber sie ist nicht allein.
Die Söhne kümmern sich um Noomi.
Dann passiert wieder etwas Schlimmes:
Die Söhne von Noomi sterben beide.
Erst stirbt der eine.
Dann stirbt der andere.
Noomi ist verzweifelt.
Noomi fühlt sich allein.
Nur noch Orpa und Rut sind da.
Noomi will nicht in Moab bleiben.
Noomi fühlt sich dort fremd.
Und ohne Schutz.
Noomi hat keine Freude mehr.
Noomi denkt:
Das Land Moab ist nicht mein Zuhause.
Die Leute sprechen anders.
Die Leute haben andere Musik.
Die Leute haben einen anderen Gott.
Noomi will wieder zurück nach Betlehem.
Noomi hat gehört:
Die Hungers·not in Betlehem ist vorbei.
In Betlehem gibt es wieder Brot für alle.
Noomi packt ihre Sachen.
Noomi geht den Weg nach Betlehem.
Orpa und Rut wollen mit Noomi gehen.
Aber auf dem Weg sagt Noomi zu Orpa und Rut:
Geht lieber wieder zurück nach Moab.
Moab ist euer Zuhause.
Dort kennt ihr viele Leute.
In Moab könnt ihr andere Männer heiraten.
Und eine Familie haben.
In Betlehem seid ihr fremd.
In Betlehem kennt ihr keine Leute.
Es ist besser, wenn ihr in Moab bleibt.
Ich gehe allein nach Betlehem.
Aber Orpa und Rut wollen nicht umkehren.
Orpa und Rut wollen mit Noomi weiter gehen.
Sie wollen bei Noomi sein.
Aber Noomi redet nochmal mit Orpa und Rut.
Noomi sagt wieder:
Geht zurück nach Moab.
Da hört Orpa auf Noomi.
Orpa verabschiedet sich.
Und geht zurück nach Moab.
Aber Rut bleibt bei Noomi.
Rut will mit Noomi nach Betlehem gehen.
Rut sagt zu Noomi:
Ich gehe da hin, wo du hin gehst.
Ich bleibe da, wo du bleibst.
Deine Leute sind auch meine Leute.
Dein Gott ist mein Gott.
Ich will immer bei dir bleiben.
Noomi und Rut kommen in Betlehem an.
Die Leute in Betlehem sehen Noomi und Rut.
Die Leute staunen und fragen:
Ist das nicht Noomi?
Wer ist diese andere Frau?
Und wo sind ihr Mann und die Söhne?
Noomi sagt:
Ich habe viel Schlimmes erlebt.
Als wir nach Moab gegangen sind,
ging es uns gut.
Jetzt bin ich wieder in Betlehem.
Aber mein Mann und meine Söhne sind tot.
Ich habe nichts mehr.
Noomi und Rut leben jetzt zusammen in Betlehem.
Noomi und Rut sorgen gut füreinander.
1 Samuel 18-20
David und Jonatan
Vor 3000 Jahren lebte in Israel ein König.
Das war der König Saul.
König Saul hat einen Sohn.
Der Sohn heißt Jonatan.
König Saul hat oft Krieg mit einem anderen Land.
Einmal ist der Krieg besonders schlimm.
Weil das andere Land einen gefährlichen Anführer hat.
Der Anführer ist groß wie ein Riese.
Kein Soldat von König Saul traut sich, mit dem Riesen zu kämpfen.
Da kommt ein Junge vorbei.
Der Junge heißt David.
Davids Brüder sind Soldaten von König Saul.
Davids Vater hat ihn zu seinen Brüdern geschickt.
David soll seinen Brüdern etwas zu essen bringen.
Da sieht der kleine David den Riesen.
Und dass alle Angst vor dem Riesen haben.
David nimmt einen Kiesel-stein.
Er schleudert den Kiesel-stein dem Riesen an den Kopf.
Der Stein fliegt bis in den Kopf hinein.
Der Riese ist sofort tot.
Alle Soldaten sind froh.
Auch König Saul ist froh.
König Saul sagt zu David:
Du sollst ab jetzt bei mir wohnen.
Du sollst zusammen mit mir kämpfen.
Dann können wir das andere Land besiegen.
Jonatan, der Sohn von König Saul, freut sich.
Jonatan und David sind von Anfang an gute Freunde.
Jonatan schenkt David seinen kostbaren Mantel.
Und seine Waffen.
Jetzt ist David ausgerüstet wie ein echter Soldat.
David kann sehr gut kämpfen.
Besser als König Saul.
Das merken die Leute in Israel sehr schnell.
Die Leute singen Lieder über David.
Und erzählten Helden-geschichten über David.
Davon wird König Saul eifersüchtig.
König Saul sagte:
Ich bin der König.
Die Leute sollen mich loben.
Und nicht David.
David ist eigentlich nur ein Hirte für die Schafe.
David kann gut kämpfen.
Aber David kann auch sehr gut Harfe spielen.
Immer, wenn König Saul wütend ist, spielt David auf der Harfe.
Das mag der König gerne hören.
Dann beruhigt sich der König wieder.
Aber zwischendurch bekommt König Saul immer wieder einen Ausraster.
Dann schreit der König:
Ich bringe David um.
Ich werde David töten.
Manchmal nimmt der König plötzlich seinen Speer.
Er will David mit dem Speer aufspießen.
Aber David springt schnell zur Seite.
Jonatan sagt zu seinem Vater Saul:
David hat dir doch nichts getan.
Warum willst du ihn umbringen?
Dann beruhigt sich König Saul wieder und sagte:
Das stimmt.
Du hast Recht.
David hat mir nichts getan.
David hilft mir beim Kämpfen.
David ist immer gut zu mir.
Dann lässt König Saul den David wieder eine Zeit lang in Ruhe.
Eines Tages ist es ganz schlimm mit König Saul.
Er will David wirklich umbringen.
David muss flüchten.
Aber König Saul sucht in der ganzen Gegend nach David.
Jonatan und David treffen sich heimlich.
David fragt Jonathan:
Was habe ich denn getan?
Was habe ich verbrochen?
Warum will dein Vater mich töten?
Jonatan sagte:
Nein, mein Vater will dich nicht töten.
Das sagt er nur so, wenn er wütend ist.
Aber David sagt:
Nein, ich weiß es genau.
Dein Vater will mich endgültig umbringen.
Jonatan fragte David:
Was soll ich denn tun?
Wie kann ich dir helfen?
Du bist doch mein bester Freund.
David sagt:
Morgen und übermorgen komme ich nicht zu euch zum Essen.
Das ist mir zu gefährlich.
Vielleicht fragt dein Vater, wo ich bin.
Dann sagst du, dass ich 2 Tage nach Hause gegangen bin.
Zu meiner Familie.
Vielleicht sagt dann dein Vater:
Das ist in Ordnung.
Dann ist es wirklich in Ordnung.
Aber vielleicht fängt dein Vater zu toben an.
Weil er mich eigentlich umbringen will.
Und dann musst du mir Bescheid sagen.
Dann gehe ich von hier weg.
Jonatan ist einverstanden.
Aber Jonatan ist sehr, sehr traurig.
Jonatan sagt:
Wenn du weg gehen musst, David, dann soll Gottes Segen mit dir sein.
Vielleicht wirst du selbst einmal König.
Dann sollst du meine Familie beschützen.
Jonatan und David versprechen beide, dass sie gute Freunde bleiben.
Und sich gegenseitig beschützen, so gut es geht.
Dann versteckt sich David im Wald.
Jonatan geht zu seinem Vater Saul nach Hause.
Als David nicht zum Essen kommt, fragt König Saul:
Wo ist David?
Jonathan sagt:
David ist ein paar Tage zu seiner Familie nach Hause.
Da fängt König Saul an zu toben.
König Saul schreit:
Du bist ein schlechter Sohn.
Du hältst immer zu David.
Aber nicht zu mir.
Bring David sofort zu mir.
Damit ich ihn umbringen kann.
König Saul nimmt seinen Speer.
Er will seinen Sohn Jonatan mit dem Speer aufspießen.
Aber Jonatan kann sich retten.
Jetzt weiß Jonatan genau, dass König Saul den David umbringen will.
Und dass David deswegen nie wieder zurück kommen kann.
Jonatan ist sehr sehr traurig.
Jonatan geht zu dem Versteck von David.
Er erzählt David alles.
Wie König Saul getobt hatte.
Und dass der König den David wirklich töten will.
Also müssen David und Jonatan Abschied nehmen.
David und Jonatan nehmen sich in den Arm und weinen.
Dann sagt Jonatan zu David:
Gehe in Frieden.
Und was wir beide uns versprochen haben, das wollen wir immer halten.
Ich sorge für dich und deine Familie.
Oder du sorgst für mich und meine Familie.
Gott selbst weiß, dass wir beide uns die Treue versprochen haben.
Nach einiger Zeit sterben König Saul und Jonatan im Krieg.
David hört davon.
David ist sehr traurig.
David wird selbst König.
David fragt einen Diener:
Gibt es Verwandte aus der Familie von König Saul und von Jonatan?
Der Diener sagt:
Ja, Jonatan hat einen Sohn.
Der Sohn ist körper-behindert.
Er kann nicht laufen.
David geht zu dem Sohn von Jonatan und sagte:
Jonatan war mein bester Freund.
Du bist der Sohn von Jonatan.
Darum sollst du alles von Saul und Jonatan erben.
Außerdem darfst du jeden Tag bei mir essen.
Du sollst eigene Diener haben, die für dich sorgen.
Ich werde mich um dich und deine Familie kümmern.
Das habe ich Jonatan versprochen.
Weil er mein Freund war.
1 Könige 17,1-16
Der Prophet Elija versteckt sich am Bach
In der Bibel gibt es Prophetinnen und Propheten.
Prophetinnen und Propheten haben eine enge Verbindung zu Gott.
Prophetinnen und Propheten reden mit den Menschen.
Sie sagen den Menschen, wie Gott die Welt sieht.
Manchmal hören Prophetinnen und Propheten auch Worte von Gott.
Sie sagen die Worte von Gott an andere Menschen weiter.
Elija ist ein Prophet.
Gott schickt Elija zum König.
Elija soll dem König eine Botschaft von Gott weiter sagen.
Elija sagt zum König:
Gott wird ein Wunder tun:
Es wird viele Jahre nicht regnen.
Dann trocknen alle Felder aus.
Dann kann niemand ernten.
Dann gibt es nicht genug zu essen.
Erst wenn ich sage:
Es soll regnen.
Dann regnet es wieder.
Der König ärgert sich über die Worte von Elija.
Der König will Elija bestrafen.
Deshalb sagt Gott zu Elija:
Geh weg.
Versteck dich.
Geh zu einem Bach.
Trink Wasser aus dem Bach.
Die Raben bringen dir Brot und Fleisch.
Elija geht zum Bach.
Die Raben bringen ihm Brot und Fleisch,
am Morgen und am Abend.
Elija trinkt Wasser aus dem Bach.
Dann vertrocknet der Bach.
Weil es so lange nicht geregnet hat.
17,8-16 Elija bei der Witwe
Elija kann nicht am Bach bleiben.
Weil der Bach vertrocknet ist.
Elija kann nicht mehr aus dem Bach trinken.
Da sagt Gott zu Elija:
Geh weit weg.
Geh in eine fremde Stadt.
Die Leute in der Stadt glauben an einen anderen Gott.
Aber in der Stadt lebt eine Witwe.
Die Witwe hilft dir.
Elija kommt an das Stadt·tor von der fremden Stadt.
Da sieht Elija eine Witwe.
Die Witwe sucht Holz für ein Feuer.
Elija sagt zu der Witwe:
Bring mir Wasser zum Trinken.
Die Witwe bringt Elija Wasser.
Elija sagt zu der Witwe:
Bring mir auch etwas zum Essen.
Da sagt die Witwe:
Ich schwöre bei deinem Gott:
Ich habe selbst Hunger.
Ich habe nicht genug zu essen.
Ich habe nur noch ganz wenig Mehl im Topf.
Und ganz wenig Öl im Krug.
Ich sammle Holz.
Dann backe ich ein letztes Brot
für meinen Sohn und für mich.
Das essen wir.
Doch dann haben wir nichts mehr.
Dann sterben wir.
Elija antwortet:
Fürchte dich nicht.
Geh nach Hause und backe das Brot.
Aber back zuerst ein kleines Brot für mich.
Bring mir dann das kleine Brot.
Danach kannst du für dich und deinen Sohn backen.
Denn Gott sagt:
Der Mehl·topf wird nicht leer.
Und der Öl·krug wird nicht leer.
So lange bis es wieder regnet.
Und alle wieder genug zu essen haben.
Die Witwe macht, was Elija gesagt hat.
Der Mehl·topf wird wirklich nicht leer.
Und der Öl·krug wird wirklich nicht leer.
So wie Gott es durch Elija gesagt hatte.
Kohelet 3,1-15
Alles hat seine Zeit
Manchmal gibt es gute Zeiten im Leben.
Und manchmal gibt es schlechte Zeiten.
Alles gehört zum Leben dazu.
Für alles gibt es eine Zeit.
1. Es gibt eine Zeit für die Geburt
und eine Zeit für das Sterben.
2. Es gibt eine Zeit, um Pflanzen in die Erde zu pflanzen
und eine Zeit, um die Pflanzen wieder auszureißen.
3. Es gibt eine Zeit zum Töten
und eine Zeit zum Gesund·machen.
4. Es gibt eine Zeit, um Häuser abzureißen
und eine Zeit, um Häuser neu zu bauen.
5. Es gibt eine Zeit zum Weinen
und eine Zeit zum Lachen.
6. Es gibt eine Zeit zum Trauern
und eine Zeit, um Feste zu feiern.
7. Es gibt eine Zeit mit Freunden
und eine Zeit mit Feinden.
8. Es gibt eine Zeit, um sich zu umarmen
und eine Zeit, um sich zu trennen.
9. Es gibt eine Zeit zum Verlieren
und eine Zeit zum Suchen.
10. Es gibt eine Zeit, um etwas zu behalten
und eine Zeit, um etwas wegzuwerfen.
11. Es gibt eine Zeit, um etwas kaputt zu machen
und eine Zeit, um etwas zu reparieren.
12. Es gibt eine Zeit zum Reden
und eine Zeit zum Schweigen.
13. Es gibt eine Zeit zum Lieben
und eine Zeit zum Hassen.
14. Es gibt eine Zeit für den Krieg
und eine Zeit für den Frieden.
Die Menschen können die Zeit nicht ändern.
Aber die Menschen können die Zeit gut nutzen.
Gott hat allem einen Sinn gegeben.
Gott hat alles von Anfang an schön und gut gemacht.
Darum ist es gut, wenn der Mensch glücklich ist.
Jede Stunde auf dieser Erde ist wertvoll.
Alle Zeit liegt in Gottes Händen, die gute Zeit und die schlechte Zeit.
Jesaja 11,1-9